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Wechselmodell

die Initiative "Ein Zuhause für Kinder" stellt sich vor:

 

„Ein richtiges Zuhause oder Wechselwohnen – Welches ist das richtige Betreuungsmodell für unser Kind, wenn ich mich trenne(n sollte)?“

Diese Frage hat sich in den letzten Jahren wahrscheinlich fast jeder Vater oder jede Mutter schon einmal gestellt.

Im Zeitalter der Trennungen, Scheidungen und der Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt werden Kinder für die Erwachsenen im besonderen Maß zum Bindungsobjekt, zur einzigen Sicherheit, die Erwachsenen noch bleibt, wenn alles um sie her wegbricht. Daher wird um Kinder gestritten – mehr denn je.

Ein Wechselmodell erscheint vielen Eltern als der einzige Ausweg im Sog der Gleichberechtigung und der Gerechtigkeit.

 

Kritische Stimmen zum Wechselmodell sind in den Medien kaum zu finden.


Kinder und deren Leben, Erleben und Leiden im Wechselmodell kommen in der öffentlichen Diskussion um das Wechselwohnen kaum zu Wort – das Modell wird fast ausschließlich im Hinblick auf Gerechtigkeitsbedürfnisse der Erwachsenen, auf finanzielle Überlegungen, Zwänge auf dem Arbeitsmarkt und Bindungsbedürfnisse der Erwachsenen diskutiert. Kinder haben sich dem unterzuordnen.

 

Die öffentliche Meinung über das Modell wird massiv von Väterrechtsverbänden dominiert.

 

Hinzu kommen gleichstellungspolitische Überlegungen, der damit verbundene unaufhaltsame Anstieg der frühkindlichen Fremdbetreuung und finanzielle Überlegungen in der Frauenpolitik (Gender Pay Gap, Einzahlung in die Arbeitslosenversicherung und die Rentenkassen). Dies sind jedoch alles Überlegungen, die mit dem Erleben und der Gesundheit von Kindern NICHTS zu tun haben.

 

Ein Wechselmodell kann für Kinder eine Bereicherung sein, wenn sich Eltern vor der Trennung gleichwertig um die Kinder gekümmert haben, sich freiwillig für das Modell entscheiden und jederzeit dazu bereit sind, ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten der Kinder zurück zu stellen. Damit das Modell nicht zu Lasten der Kinder geht, ist die Bereitschaft, das Modell gegebenenfalls zu beenden, sollten Kinder mit dem Wechselwohnen nicht klar kommen, unabdingbare Voraussetzung.

 

Leider mehren sich die Fälle, in denen Wechselmodelle im Familiengericht erzwungen oder Familien bei Mediationen unter Drohungen zu einem Wechselmodell genötigt werden. In diesen Fällen ist es kaum möglich, das Modell den Bedürfnissen der Kinder anzupassen. Die Kinder kommen in einen so großen Loyalitätskonflikt, dass sie, meist über Jahre hinweg, sich nicht trauen zu äußern, wenn sie diese Wohnform nicht aushalten können. Um den Waffenstillstand aufrecht zu erhalten, ordnen sich diese Kinder den Bedürfnissen der Erwachsenen nach Gerechtigkeit komplett unter und werden nicht selten davon schwer krank.

 

Die Initiative „Ein Zuhause für Kinder“ widmet sich auch der Gruppe von Kindern, die durch ein Wechselmodell gesundheitliche oder seelische Schäden davongetragen haben.

Wirklich unabhängige und valide empirische Forschungen über diese Gruppe sind derzeit kaum verfügbar. Studien über das Wechselmodell folgen meist einem politischem Auftrag oder werden von Väterverbänden finanziert bzw. vermarktet. Deren Ergebnisse sprechen daher fast durchweg positiv über das Modell, die für die Kinder belastenden Seiten des Modells werden konsequent verschwiegen.

Die persönlichen Erfahrungen vieler Eltern, die ihre Kinder beim Wechselwohnen beobachten, stehen im Widerspruch zu diesen derzeitig verfügbaren Forschungen.

 

Unsere Initiative möchte einen Beitrag zur Aufklärung leisten, Hintergründe der wissenschaftlichen Diskussion offenlegen, Populismus enttarnen, persönliche Erfahrungen schildern und Kindern eine Stimme geben, die unter diesem Modell leiden.

 

Unwahrheiten über das Wechselmodell

 

Märchen Nummer Eins

 

„Ein Kind hat ein Recht auf beide Eltern zu gleichen Teilen.“

 

Natürlich gibt es weder in Deutschland noch in anderen europäischen und außereuropäischen Staaten einen gesetzlich festgeschriebenen Rechtsanspruch eines Kindes auf Betreuung durch beide Eltern, so wie Eltern etwa einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben und diesen notfalls einklagen können. Ein Rechtsanspruch des Kindes auf Betreuung durch beide Eltern würde beispielsweise bedeuten, dass Adoptionen nicht mehr zulässig sind oder dass Nachtschicht- oder Auslandstätigkeiten von Eltern verboten werden müssten. Der Beruf eines Politikers mit Kindern wäre gar nicht mehr denkbar, auch nicht der eines Wissenschaftlers oder Managers ... Und das will natürlich keiner.


Diejenigen, die das Wechselmodell als Regelfall fordern, verschweigen natürlich, dass es hier gar nicht um das Recht des Kindes geht, sondern um das Recht der Eltern auf hälftige, gleichmäßige Teilhabe am Kind und die Befriedigung eigener Bedürfnisse. Und weil „Teilhabe“ so menschenfeindlich klingt, wird mittels Vedrehung ein Elternrecht zu einem Kinderrecht erklärt, das natürlich nur dann existiert, wenn die Eltern auf dieses Recht Lust haben.

 

Beziehung kann man nicht verordnen. Beim Wechselmodell als Regelfall wird dieses jedoch gemacht, aber nur in eine Richtung: Einem Kind werden gesetzlich paritätische Beziehungen verordnet, ganz egal, ob dieses das möchte. Die Eltern jedoch leben weiterhin in einem richtigen Zuhause.

 

 

Link zur Initiative: www.einzuhausefuerkinder.com

Link zur neurophysiologischen Hintergründen:

www.carola-fuchs.de/wer-nicht-horen-will/

Handreichung zum Wechselmodell
Broschu_re Wechselmodell BT.pdf
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