Mütter und Kinder schützen
Mütter und Kinderschützen 

Informationen für Schwangere

ACHTUNG - ACHTUNG - ACHTUNG -

die Vorschläge der Expertenanhörung zum Kindschaftsrecht an das Bundesministerium für Justiz vom Oktober 2019 sind bereits eingearbeitet

 

 

Du bist schwanger und unverheiratet? Du lebst in einer unsicheren Beziehung mit dem Vater des Kindes oder die Beziehung ist schon vor der Geburt des Kindes abgebrochen?

 

Aufgrund der zahlreichen Anfragen und Mails schwangerer unverheirateter Frauen und Mütter Neugeborener/Kleinkinder möchten wir Dich über ihre Erlebnisse informieren und Dich so in die Situation versetzen, Dein Leben für Dich und Dein Kind in sinnvoll zu planen.

 

Es ist sehr sinnvoll, Deine Lebensführung und Deinen Aufenthaltsort auf die rechtliche und persönliche Lage abzustimmen.

 

Vorher möchten wir Dir jedoch noch eine ganz andere Sache ans Herz legen. Wenn Du Dich hier informierst, ist Deine Schwangerschaft vermutlich eines nicht: ruhig. Vielleicht hast Du Stress, Ärger oder Angst. Das ist nicht gut für Dich, aber noch viel weniger gut für die Entwicklung Deines Babies. Es gibt einige Therapeuten in Deutschland für pränatale perinatale Geburts- und Traumatherapie. Damit kann Deine Bindung an das Kind schon in der Schwangerschaft reifen und Dich und Dein Kind gemeinsam stark machen. In Hamburg:www.susannetroche.de, in Frankfurt:www.praxis-thurmann.de, weiterhin: www.isppm.de (dort kannst Du weitere Therapeuten vor Ort erfragen). Die Leistungen sind keine Krankenkassenleistungen, aber die Preise erscheinen überschaubar.

 

Sorgerecht

 

Väter würden auf Vorschlag der Expertenanhörung zum Kindschaftsrecht mit der Vaterschafstsfeststellung automatisch Sorgerecht erhalten. Dieses Sorgerecht ließe sich auch nicht mehr entziehen. Auch Väter, die ihre Kinder vergewaltigten oder die anderweitige Gewalt an ihren Kindern ausübten, behielten das Sorgerecht. Ein Entzug des Sorgerechts wird in Zukunft vermutlich nicht mehr möglich sein. Ersatzweise lässt sich die Ausübung des Sorgerechts zeitweise einschränken. 

 

Damit ist das Leben der von Anfang an allein lebenden Mütter mit dem Leben der Väter eng verzahnt. Sie sind durch gemeinsames Sorgerecht und gemeinsame Betreuung quasi zwangs"verheiratet". 

 

Sehr häufig bekommen Mutter und Kind aufgrund solcher Situationen psychische Probleme. Manchmal wird die Mutter berufsunfähig.

 

Die häufig von Beratungsstellen geforderte Trennung zwischen Elternebene und Paarebene ist unserer Erfahrung nach selten realisierbar, da Probleme zwischen Mutter und Vater in der Regel die ganze Person betreffen. 

 

Wirklich einschneidend ist der Fakt, dass der Vater des Kindes über das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht einen Umzug der Mutter verhindern kann - und das von dem Tag an, an dem der Vater als Vater festgestellt ist. 

 

Es ist egal, ob Du den Vater Deines Kindes gut kennst oder nicht, es ist egal, ob das Kind durch eine nicht bewiesene Vergewaltigung entstand oder nicht: der Vater des Kindes bestimmt über das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht, wo Du in Zukunft leben wirst.

 

Es spielt keine Rolle, ob Du zu einem neuen Ehemann ziehen möchte, einen neuen Arbeitsplatz angeboten bekommst oder zu  Freunden und Verwandten in Deine Heimat zurückziehen möchtest. Ein Umzug der Mutter mit den bei ihr lebenden Kindern wird gegen den Willen des Vaters nur schwer durchzusetzen sein.

 

Merke: diese Gesetze gelten für Dich nach der Mitsorgeübertragung auf den Vater nicht mehr:

 

Grundgesetz Artikel 11 (1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.

 

Grundgesetz Artikel 12 (1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen.

 

 

Umgangsrecht wird zu: Betreuung

 

Die Experten haben keine Vorschläge zur Ausgestaltung des Umganges gemacht, haben aber mit einer Änderung in der Sprache klargemacht, in welche Richtung die Reise geht: Mütter und Väter BETREUEN ihre Kinder. Damit sind Mütter und Väter von Anfang an in der Wortwahl gleichgestellt. 

 

Auch als von Anfang an alleingebärende Mutter muss man deshalb damit rechnen, dass bereits das Kleinstkind/Kleinkind in ein Wechselmodell hineingezwungen wird - wenn der Papa es will. Die Alleingebärende muss also damit rechnen, auf die nächsten 18 Jahre mit dem Vater des Kindes komplett zwangsvergemeinschaftet zu werden, zugleich aber teilentkindet. Dies ist in den ersten 8 Lebensjahren des Kindes besonders hart für die Mutter, da sie aufgrund der engen biologischen Verbundenheit zum kleinen Kind besonders verletzbar ist. Zu den Verletzungen des Kindes mehr auf der Unterseite "Wechselmodell".

 

Das Kind, dass die Schwangere jetzt noch unter dem Herzen trägt, wird sie als Wechselmodell-Mutter wenig sehen können. Angedacht sind an fünf Wochentagen Frühstück, Abendbrot und ins Bett bringen, dann ein volles Wochenende mit Kind, und dann 7 Tage Abschied vom Kind, dass zum betreuuenden Papa geht. Im Wechselmodell muss die Mutter ganztags arbeiten, da die Kosten für das Kind die gleichen bleiben, als würde das Kind ganz bei der Mutter leben(Urlaube, Zimmer, Weihnachten, Geburtstag etc. )Die Mutter erhält aber keinen Unterhalt mehr und auch nur das hälftige Kindergeld. 

 

Vor dem Hintergrund von Gender Mainstreaming ordnen immer mehr Gerichte an, dass immer mehr Trennungskinder ganz beim Vater leben und nicht bei der Mutter. Dieser Sachverhalt betrifft auch gesunde, durchschnittliche Mütter mit gut entwickelten Kindern, die gern bei der Mutter leben. Auch solche Familien sind betroffen, in denen die Mutter das Kind von Anfang an allein erzog. Die Begründungen für entsprechende Entscheidungen sind teilweise hanebüchend. 

 

 

Unterhaltsrecht

 

Die Expertenkommission spricht das Thema Unterhalt an und hält fest, dass der Unterhalt abhängig zu machen sei von dem Ausmaß der Betreuung. Der politische Trend zum Thema Unterhalt geht also dahin, die Unterhaltszahlungen der Väter stark zu verringern, bzw. im Falle eines Wechselmodells ganz aufzuheben. Ein Großteil der Väter zahlt keinen oder einen zu geringen Unterhalt. Diese Väter werden rechtlich kaum belangt und können trotzdem die Mütter in immer neue Gerichtsprozesse bezüglich Umgang und Sorgerecht hineinziehen.

 

Nennung des Vaters des Kindes

 

Mit einem Gesetz aus 2016 werden Mütter kriminalisiert, die den Namen des Kindsvaters (manchmal aus guten Gründen wie etwa Selbstschutz) nicht angeben. Wer als Mutter den Namen des Kindsvaters nicht angibt, jedoch Sozialleistungen wie Hartz IV für das Kind erhält, macht sich strafbar, wenn nachgewiesen werden kann, dass ihr der Name des Vaters doch bekannt war. Kommt dies nachträglich heraus, weil sich der Vater wider Erwarten meldet oder Denunzianten das Amt informieren, kommt es zu drastisch hohen Strafen, gegen die Strafen wegen Körperverletzung oder Vergewaltigung nur Peanuts sind. Nach einer neueren Statistik geben ca. 50.000 Mütter pro Jahr den Vater des Kindes nicht an. Vielleicht haben manche Mütter gute Gründe!

 

Vor dem Hintergrund von Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltsrecht und Sozialstrafrecht empfehlen wir jeder sich in einer unsicheren Beziehung befindenden schwangeren Frau, sich ihre Situation und die Persönlichkeit des Kindsvaters sehr klar vor Augen zu führen. Sie sollte sich bereits zu Beginn der Schwangerschaft (BEVOR sie die Schwangerschaft auch nur zu einer einzigen Person kommuniziert hat) darüber klar werden, WIE und WO sie zukünftig leben möchte.

Danach sollte sie ihr Verhalten konsequent richten. Für einen Wohnortwechsel beispielsweise bleibt ihr nicht mehr viel Zeit. Auch könnte für die ein oder andere Schwangere in sehr schwieriger und absehbar noch schwierigerer Lage eine Beratung bei Pro Familia im ersten Schwangerschaftsdrittel hilfreich sein. Wir geben zu bedenken, dass eine 18jährige Zwangsvergemeinschaft mit einem problematischen "Vater" sowie die drohenden ständigen Trennungen vom eigenen Kind das Leben einer Mutter maßgeblich zerstören, ihre Gesundheit ruinieren, und sogar negativen Einfluss auf ihre Lebenserwartung haben kann. 

 

 

 

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