Mütter und Kinder schützen
Mütter und Kinderschützen 

Gesetzesänderungen, die zur Entrechtung der Mütter in den letzten 20 Jahren führten

Die Mutter und Kind betreffenden Gesetzesänderungen kannten in den letzten 20 Jahren immer nur eine Richtung: sie nahmen der Mutter Rechte und verschlechterten ihre Lebenslage. Die grundsätzlich gemeinsame Sorge nach der Ehescheidung, das grundsätzliche Recht auf Umgang für alle Väter, unabhängig von ihrem Status und ihrem Verhalten, 1998, die Absenkung des Haushaltsfreibetrages für Alleinerziehende 2004, die Steichung des nachehelichen Unterhalts 2008, die grundsätzlich gemeinsame Sorge von Eltern, unabhängig von ihrem Status 2013, das Gesetz über Kuckuckskinder 2016, und schließlich das Gesetz über verschärfte Strafen gegen Hartz-IV-Mütter, die den Vater ihres Kindes nicht angegeben haben, ebenfalls 2016. Der Gesetzgeber treibt seit 20 Jahren Mütter vor sich her. Die Begründungen sind vielfältig. Selbstverständlich gibt es für jede dieser Gesetzesänderungen auch gute Gründe. Aber die Folgen sind nicht in jeder Hinsicht gut, sondern teilweise verheerend.  Die Lebenslagen haben sich für Mütter dermaßen verschlechtert, dass der Gesundheitszustand von Müttern nach einer Studie von Krankenkassen so schlecht ist wie nie zuvor. Auch die finanzielle Lage von (alleinerziehenden) Müttern ist prekär wie nie zuvor. . Fast alle Gesetze führten dazu, dass Väter eher keine Ehe mehr eingehen müssen und sich ohne Nachteile schneller trennen können. Sie führten weiterhin dazu, dass Mütter in der Ehe keine soziale Absicherung mehr erhalten, um sich um ihre Kinder selbst zu kümmern. Im Grunde brauchen die Institution Ehe weder Mütter noch Väter. Sie hat keinen eigenen Wert mehr.Wir möchten nachfolgend die Entrechtung von Müttern sichtbar machen und die Folgen aufzeigen. Auf die Darstellung der psychischen Folgen für Mutter und Kind im einzelnen wird hier verzichtet. Der Anteil von Frauen mit Depressionen ist in den letzten Jahrzehnten steil angestiegen.......Die Kinderpsychiatrien haben in den letzten zwanzig Jahren bundesweit ihre Bettenzahlen drastisch erhöht.

 

1998: gemeinsame Sorge für geschiedene Ehegatten, Gleichstellung des Umgangs von verheirateten Vätern mit nicht verheirateten Vätern:

Geschiedene Mütter, bei denen die Kinder nach der Trennung meistens lebten und auch heute noch  leben, können keine Entscheidungen mehr für die Kinder allein treffen. Das führt in vielen Fällen aufgrund der notwenigen Kontakte zwischen Vater und Mutter zu Zwangsvergemeinschaftung nach Trennung auch bei Gewaltproblematiken während und nach der Ehe. Die Ehe kann nicht voll aufgehoben werden. Die Mutter kann ohne Erlaubnis des geschiedenen Mannes nicht mehr mit Kindern umziehen.  Mütter, die sich trauen, auch ohne Ehe ein Kind auf die Welt zu setzen, werden über das Umgangsrecht zwangsvergemeinschaftet mit einem Mann, mit dem es so wenig Gemeinsamkeiten gab, dass es trotz Schwangerschaft für eine Ehe nicht reichte.

Mütter können auch gewalttätige und schädigende Väter,  Abtreibung fordernde Väter, die Schwangerschaft bekämpfende Väter,  mit denen von Anfang an keine Beziehung bestand,  nicht mehr vom Umgang ausschließen. Mütter und Kinder werden hohen Belastungen ausgesetzt.    

 

2004: Absenkung des Haushaltsfreibetrages:        Hier werden einmal mehr Alleinerziehende und ihre Kinder gebeutelt...

 

2008: Streichung des nachehelichen Unterhalts.

Es werden verheiratete Mütter in die Berufstätigkeit gedrängt. Diese müssen  ihre ungewisse Zukunft absichern.  Fatale Folge für Alleinerziehende Mütter: sie als besonders diskrimierte Gesellschaftsgruppe finden kaum mehr Arbeit auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt. Gleiches gilt für Frauen ab 40/50. Männer können sich jetzt ohne große finanzielle Risiken und Kosten scheiden lassen und die alte Ehefrau z.B. durch eine junge Geliebte ersetzen.

Die Ehe bietet keine Gewähr mehr für soziale Absicherung und ist mit diesem Gesetz im Kern ausgehöhlt.

 

2013: gemeinsame Sorge von unverheirateten Eltern per Antrag des Vaters, dem in der Regel stattgegeben wird:

Mütter dürfen die Entscheidungen für ihre Kinder nicht mehr selber treffen, selbst wenn sie die Kinder gegen den Willen des Vaters zur Welt brachten, selbst bei Gewalt und Stalking gegen sie. Sie dürfen gegen den Willen des Vaters nicht mehr umziehen. Sie werden über Umgangsrecht und Sorgerecht zwangsvergemeinschaftet und müssen einen jahrzehntelangen intensiven Kontakt zum Vater pflegen.

 

2016: Gesetz über verschärfte Sanktionen für Hartz-IV-Mütter, die den Vater des Kindes nicht angeben: Frauen, die aus Sicherheitsgründen (Gewalt etc. ) den Vater ihres Kindes nicht angeben möchten, werden kriminalisiert. Alleinerziehende Mütter werden in den ersten Lebensjahren ihres Kindes mit diesem Gesetz in Unterhaltsprozesse gegen den Kindsvater gedrängt, der durch die Kombination aus Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt für die Mutter in den ersten drei Lebensjahren üblicherweise arm wird. Das birgt enormen Sprengstoff für die weitere Beziehung. Häufig ist dies der Auftakt für weitergehende Prozesse im Familienrecht.

 

 

 

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