Mütter und Kinder schützen
Mütter und Kinderschützen 

Gewalt ist kein Problem

Christina lebt in Berlin. Sie wird schwanger von einem auf den ersten Blick sehr sympathisch wirkenden und eloquenten Mann, zu dem sie eine kurze, lockere Beziehung unterhält. Nachdem Christina dem Mann von der Schwangerschaft berichtet, fängt er an gewalttätig gegen sie vorzugehen, das zukünftige Kind aggressiv abzulehnen und fordert Christina wiederholt auf, das werdende Kind abzutreiben. Sie trennt sich von dem Mann, der daraufhin anfängt, sie zu stalken. Irgendwann im Laufe der Schwangerschaft taucht der Mann ab. Christina bringt ihr Kind dann ersteinmal anonym zur Welt  - aus Angst vor dem Mann.


Doch der Kindsvater kommt zum  errechneten Zeitpunkt der Geburt wieder auf den Plan und schaltet Familiengericht und Institutionen ein, die bereits am fünften Tag nach der Geburt aktiv werden. Nach einer erzwungenen Vaterschaftsanerkennung wird dem Vater per Eilbeschluss das Neugeborene dreimal die Woche zum begleiteten Umgang für 1,5 Stunden in eine Beratungsstelle gegeben. Nach diesen Treffen ist der Säugling apathisch, leblos und komplett durchgeschwitzt vom Schreien. Der Stress für das Kind ist so groß, dass es nach den Treffen manchmal acht Stunden lang nicht mehr trinkt. Christina, von der Situation schwer belastet, kann keine Milch mehr geben und muss in der vierten Woche abstillen.

 

Sie muss sich von den Beratungsstellen, dem Jugendamt, der Richtern Sprüche gefallen lassen wie:

 

"Wofür brauchen Sie einen Mutterschutz, sind Sie nicht Frau, sich selbst zu schützen?"

"Da geben Sie Ihr Kind ab, und fertig!"

 

Doch die Umgangsregelung reicht dem Kindsvater nicht. Im Laufe von gut zwei Jahren stellt der Kindsvater gut 14 Anträge, die Sorgerecht und Umgangsrecht betreffen,  und stürzt Christina in ein Leben voller Prozesse. Sie ist inzwischen, obwohl in guter beruflicher Position, völlig mittellos.

 

Einmal erscheint  der Kindsvater unerwartet im Treppenhaus von Christinas Mietswohnung. Da er zu Gewalt neigt, ruft Christina die Nachbarin zur Hilfe. Diese kommt aus ihrer Wohnungstür heraus, um zu fragen, was los sei und warum das Kind so schreie. Der Kindsvater geht auf die Nachbarin los und kugelt ihr das Schultergelenk so brutal aus, dass mehrere Operationen notwendig werden.

 

Christina zeigt mit der Nachbarin gemeinsam den Vater wegen der Gewalttat an. Das Verfahren wird eingestellt, da es sich ja nur um eine Familienstreitigkeit handelt. Christina wirde als bindungsintolerant hingestellt, da sie den Vater mit anzeigte. Christina hat nun Angst um ihr Kind bei dem gewalttätigen Vater. Jedoch wird ihr von Seiten der Verfahrensbeteiligen (Jugendamt, Beratungsstellen, Richtern, etc. ) mitgeteilt:

"selbst ein gewalttätiger Vater kann ein guter Vater sein!"

"jemand, der Erwachsene schlägt, schlägt noch lange keine Kinder!"

"der Kindsvater ist ein wunderbarer Vater!"

 

Christina ist inzwischen traumatisiert und muss wohl auch in Zukunft ohnmächtig mit ansehen, was ihrem Kind angetan wird. Sie kann ihr Kind nicht schützen. Sie begibt sich in eine Traumatherapie.

 

 

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