Netzwerk Mütterinitiativen
Netzwerk Mütterinitiativen 

Unsere Forderungen

Das Netzwerk Mütterinitiativen  fordert eine Schutzfrist für die Mutter über einen Zeitraum von sechs Monaten nach der Geburt. In dieser Zeit darf die Mutter zum Schutz von Mutter und Kind in keine Verfahren verwickelt werden.

 

Sorgerecht

 

Das Netzwerk Mütterinitiativen fordert, dass das gemeinsame Sorgerecht gegen den Willen der Mutter nur dann möglich ist, wenn beide Eltern mit dem Kind mindestens ein Jahr seit der Geburt des Kindes zusammengelebt haben.

 

Wir fordern den Wegfall des Aufenthaltsbestimmungsrechtes für nicht verheiratete Väter.

 

Wir fordern die positive Kindswohlprüfung, was das gemeinsame Sorgerecht nicht verheirateter Eltern angeht.

 

Wir setzen uns für die Wiedereinführung des alleinigen Sorgerechts im Kontext von sogenannten hochstrittigen Elternkonflikten und Gewalt/sexuellem Missbrauch ein.

 

Verfahren

 

Das Netzwerk Mütterinitiativen  setzt sich dafür ein, dass digitale Aufzeichnung von Gesprächen von Kindern, Müttern und Vätern bei Ämtern, Behörden, Gerichten, Gutachtern und anderen Verfahrensbeteiligten als Protokoll auf Wunsch der Mutter oder des Vaters in der Gerichtsverhandlung als Beweismittel zugelassen werden.

 

Wir fordern die Schadensersatzplicht bei grober Fahrlässigkeit von Jugendämtern, Verfahrensbeteiligten und Gerichten. Beispiel: Fehlerhafte Sachvorträge. 

 

Insbesondere bei wissentlich falsch vorgetragenen eidesstattlichen Versicherungen und Falschbeschuldigungen fordert das Netzwerk Mütterinitiativen die strafrechtliche Verfolgbarkeit von allen Verfahrensbeteiligten.

 

Wir setzen uns für die strafrechtliche Verfolgung von Elternteilen während familienrechtlicher Verfahren ein. Es kann nicht sein, dass Straftatbestände nicht verfolgt werden, weil die sicher dokumentierte Vergangenheit zugunsten einer möglichen Veränderung in der Zukunft unbeachtet bleiben soll. Gerade das Kindeswohl verbietet diese weit verbreitete Rechtspraxis.

 

Wir setzen uns für eine Änderung der Rechtspraxis der "besseren Eignung eines Elternteils" sowie des Grundsatzes der "hälftigen Kostenteilung" ein. Beides führt nach unserer Erfahrung in der Praxis zu einem inflationären Gebrauch von familienrechtlichen Gutachten, deren hohe Kosten gerade Mütter strukturell benachteiligen. Vielmehr sollte im Hinblick auf bindungstheoretische Sachverhalte darauf geachtet werden, wer vor der Trennung bereits die Hauptbetreuungsperson für das Kind war.

 

Wir fordern,  den Einsatz von teuren Gutachtern in Familiengerichts-Verfahren nur in absoluten Ausnahmefällen zuzulassen.  Statt dessen sollten Familien-Richter eine psychologische Zusatzausbildung absolvieren.

 

Umgang

 

Das Netzwerk Mütterinitiativen  fordert, dass bei häuslicher Gewalt gegen die Mutter oder die Kinder, insbesondere bei schwerwiegenden, dokumentierten Verletzungen, der Grundsatz von „safety first“ gerichtlich beachtet wird. Entsprechend der Handlungsrichtlinien der Bundesregierung fordern wir, dass Umgang gemäß dem Beschleunigungsgebot nicht aufgrund einer positiven Überideologisierung des Vaters - "Auch ein gewalttätiger Ehemann kann ein guter Vater sein" - schnellst möglich gerichtlich gegen den Wunsch der Mutter oder der Kinder unter Zwang herbeigeführt werden kann. Vielmehr muss der Schutz des Kindes und der Mutter wieder Vorrang haben, sei es durch begleiteten Umgang, zeitweiligen oder dauerhaften Umgangsausschluss.

 

Das Netzwerk Mütterinitiativen  setzt sich dafür ein, dass bei behinderten Kindern der Umgang an die zugrundeliegende Behinderung angepasst wird. Das Vaterrecht auf Umgang darf nicht als höherwertiger gegenüber dem Kinderrecht auf bestmögliche Förderung und Entwicklung in der gerichtlichen Praxis beurteilt werden.

 

Wir fordern einen dauerhaften Ausschluss vom Umgang des Elternteils, das ein Kind entführt hat oder nachweisbar zu entführen plant. Ersatzweise  kann Umgang dauerhaft auf Kosten des Entführungselternteils betreut stattfinden.

Entführung wird hier als Verbringung in einen anderen Staat definiert.

 

Wir fordern Umgangsregelungen, die den Bedürfnissen und dem Willen der Kinder entsprechen. Kinder sollen nicht nur FÜR die Eltern da sein müssen. Sie brauchen auch Zeit für Sport und Musizieren, Freunde oder einmal ganz für sich selbst. Dem steht die Vollerwerbspflicht für Mütter nach dem dritten Lebensjahr,  wie dies einige Studien bemängeln,  entgegen.

 

Wir fordern, dass ein Wechselmodell gegen den Willen eines Elternteils nicht möglich ist. 

 

Unterhalt

 

Wir wenden uns gegen die 2008 eingeführte Unterhaltsreform, welche individuellen Lebensentwürfen von Familien vor Trennung in keinster Weise gerecht wird. Für Mütter bietet eine Eheschließung keinerlei rechtliche sowie finanzielle Absicherung mehr und zwingt sie in einen Lebensentwurf mit Erwerbstätigkeit hinein. Lebensentwürfe sollten nicht per Gesetz einheitlich verordnet werden.

 

Das Netzwerk Mütterinitiativen setzt sich für das Recht behinderter Kinder auf angemessenen Unterhalt und Mehrbedarf ein. Häufig verkraften behinderte Kinder keine Vollzeitbetreuung. Müttern muss dann über das dritte Lebensjahr des Kindes hinaus über Betreuungsunterhalt die Möglichkeit gegeben werden, sich angemessen um ihre Kinder selbst zu kümmern.

 

Gleichberechtigung von Frauen und Müttern im Berufsleben

 

Das Netzwerk Mütterinitiativen fordert Chancengerechtigkeit im Berufsleben für junge Mütter. Sämtliche Berufsausbildungen sollten auch auf Halbtagsbasis angeboten werden. Chancengleichheit muss auch ohne Abtreibung möglich sein.

 

Wir fordern gleiche Stunden-Löhne für gleiche Arbeit. Egal, ob Männer oder Frauen die Arbeit leisten. Die politisch Verantwortlichen haben dafür zu sorgen, dass dies nicht nur bei staatlichen oder staatsnahen Arbeitgebern verwirklicht wird, sondern auch in der freien Wirtschaft.

 

Wir fordern für Frauen das Recht  auf qualitätiv vergleichbare Arbeitsplätze wie für Männer - auch auf Halbtagsbasis. Voraussetzung für den Erhalt eines Arbeitsplatzes ist die Ausbildung und die Leistung. Nicht das Geschlecht.

 

 

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